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Alle reden über Workflow-Automatisierung – gibt es überhaupt noch Gründe für manuelle Dateikorrektur?

Seit dem Jahr 2000 arbeite ich täglich mit den OneVision Produkten, sowohl mit den Lösungen zur Druckvorstufen- und Workflow-Automatisierung als auch mit dem Datei-Editor Solvero. Der eindeutige Trend ist, dass immer mehr an Routinearbeit automatisiert wird. Anfangs war es selbst bei der automatischen Lösung – in unserem Fall der Prepress Suite „Asura“ – noch üblich, dass die angelieferten Kundendateien von einem Menschen in einen bestimmten „Hotfolder“ kopiert wurden.

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Denn es gibt ja unterschiedliche Druckprodukte, die unterschiedliche Vorprüfung und Datenaufbereitung verlangen. Der Mensch musste diese Zuordnung herstellen, indem die richtige Datei in den richtigen Ordner kopiert wurde. Spätestens seit das Workflow Management System „Workspace“ integraler Bestandteil von Asura ist, also seit dem Jahre 2012, ist diese manuelle Zuordnung nicht mehr nötig. Denn Workspace kann anhand von Jobtickets, Barcodes oder Metadaten diese Zuordnung automatisieren.

So werden möglichst viele Schritte des Druckproduktions-Workflows weitgehend automatisiert. Wo also ist die Notwendigkeit, Kundendateien manuell zu korrigieren? Hier sind drei gute Gründe:

  1. Einmal-Aufträge und Spezialanforderungen
  2. Preflight-Ergebnisse visuell prüfen
  3. Last-Minute Korrekturen

Einmal-Aufträge und Spezialanforderungen

Mit einem guten Automatisierungs-Workflow lassen sich zwar alle Abläufe in der Druckproduktion automatisieren, aber das ist nicht in jedem Fall die effizienteste Vorgehensweise. Bei einmaligen, sehr komplexen Aufträgen kann es durchaus vorteilhaft sein, sie mit einem mächtigen Datei-Editor zu öffnen und druckfertig zu machen.

Preflight-Ergebnisse visuell prüfen

Wenn eine Datei vom Preflight als nicht produzierbar ausgesondert wird, dann kann es oftmals pragmatischer sein, die Datei einfach zu korrigieren, anstatt sie zurück zum Kunden zu senden. Kundenkommunikation bedeutet leider oftmals lange Verzögerungen und es ist nicht sichergestellt, dass eine neue Kundendatei auf Anhieb produzierbar ist. Der Drucktermin ist gefährdet und muss evtl. verlegt werden, die Maschinenauslastung leidet. Dagegen können Sie mit einem guten PDF-Editor die Dateien untersuchen; kleinere Fehler sind sehr häufig in wenigen Minuten korrigiert und ermöglichen den sofortigen Druck.

Last-Minute Korrekturen

Wenn eine Datei den automatischen Vorstufen-Workflow absolviert hat, dann sollte sie eigentlich fehlerfrei und druckfertig sein. Trotzdem kommt es in der Realität vor, dass doch noch Korrekturen an der Datei nötig sind. So können bei einer visuellen Endkontrolle zum Beispiel Tippfehler, falsche Farben, falsche Bilder, falsche Seitenreihenfolge o.ä. entdeckt werden. Dann benötigt man einen Datei-Editor, der alle möglichen Korrekturen sogar in geschlossenen Dateiformaten wie PDF durchführen kann. Dabei ist „alle möglichen Korrekturen“ bitte wörtlich zu nehmen, denn ich weiß ja vorab nicht, welche Korrektur an einer Datei nötig ist.

Genau deshalb ist es wichtig, ein Werkzeug zu benutzen. Das wird in der Praxis nicht super-häufig passieren.  Aber für den Fall, ist ein erstklassiger Datei-Editor ein wahrer Umsatz- und Effizienz-Retter: Korrekturen können in letzter Minute umgesetzt werden Drucktermine müssen nicht verschoben werden, die Maschinenauslastung ist nicht gefährdet und das Risiko von Fehl- und Nachdrucken ist deutlich gemildert.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Eine 16-seitige Broschüre wird geliefert. Kurz darauf meldet sich der Kunde mit einem neuen Email und einer verbesserten Version von Seite 7, die bitte ersetzt werden soll. Außerdem soll die Seitenreihenfolge verändert werden, was wiederum Auswirkungen auf die Paginierung hat. Schließlich bittet er, den unteren Textblock auf Seite 12 von farbig nach Graustufen zu ändern. Solche Aufträge sind eher schwierig zu automatisieren. Mit einem Editor wie Solvero ist das ein Aufwand von geschätzt 7,5 Minuten.

Was deckt der Dateieditor Solvero alles ab?

Hier ein paar Korrekturen, die Sie mit Solvero erledigen können:

  • Seiten neu anordnen,
  • Seitenformat ändern,
  • Dateiformat ändern,
  • Datei mit korrektem ICC-Profil versehen,
  • auf Schnittmarken zuschneiden,
  • Weißrand entfernen,
  • Seiten zusammenführen,
  • Seiten teilen,
  • Seiten kacheln,
  • Textelemente editieren (Typos, Font, Textfluss, Textausrichtung, Textfarbe, Zeichen- und Zeilenabstand),
  • Graphikelemente editieren (Farbe, Größe, Linienstärken, Pfad schneiden, Kurven bearbeiten),
  • Bildelemente bearbeiten (Bild beschneiden, Größe und/oder Auflösung ändern, Tonwertkorrektur),
  • Gruppieren,
  • Anordnen,
  • auf Stanze zuschneiden,
  • Ecken abrunden,
  • fehlenden Beschnitt erzeugen,
  • Weiß- oder Lackmasken erzeugen,
  • Trapping,
  • neue Elemente erzeugen,
  • neuen Preflight durchführen.

Eine einzige erfolgreiche Korrektur, die vor dem Druck erledigt wird und damit eine Reklamation verhindert, kann schon die Investition in diesen PDF-Editor amortisieren.

Wer ist der beste Ansprechpartner bei OneVision?

Falls Sie bereits Solvero-Kunde sind und noch mehr aus Ihrer Software herausholen wollen, dann kontaktieren sie trainer(at)onevision.com

Wenn Sie Solvero noch nicht im Einsatz haben, dann kontaktieren Sie sales.ce(at)onevision.com

 

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