24.08.2017
OneVision in den Medien

Fachmagazin Etiketten-Labels berichtet über die neuen Funktionen der neuen DigiLabel 17.1 Version

DigiLabel 17.1: Mehr Etikettendruckaufträge in kürzerer Zeit umsetzen

Der deutsche Software-Hersteller OneVision veröffentlicht in den kommenden Tagen den ersten Release für seine Software-Lösung zur automatisierten Etikettenproduktion. Zusammen mit seinen Kunden baut Onevision die Software immer weiter aus und passt diese laufend an die Bedürfnisse der Etikettendrucker an. Mit Digilabel 17.1 werden komplexe Arbeitsschritte im Etikettendruck weiter vereinfacht, automatisiert und optimiert. Etikettendruckereien erreichen hierdurch einen gesteigerten Durchsatz, der deutliche Zeit- und Kosteneinsparungen mit sich bringt und die Effizienz der gesamten Produktion maßgeblich steigert.

Mit der 2-in1-Lösung Digilabel stellt OneVision digitalen Etikettendruckern ein umfassendes System für die Produktionsplanung und die einfache Verarbeitung komplexer Etiketten-Workflows zur Verfügung.  Bei der Automatisierung des Etiketten-Workflows optimiert Digilabel den gesamten Prozess vom Auftragseingang über die Druckvorstufe bis hin zur Produktionsplanung. Die Druckvorstufe beinhaltet hierbei eine vollautomatisierte Qualitätsprüfung des Artworks mit anschließender Optimierung für den Druck. Bei der anschließenden Produktionsplanung überprüft die Software alle offenen Aufträge und fasst diese kundenübergreifend in Sammelformen zusammen. Die Auftragsübergabe an Druck- und Stanzmaschinen erfolgt automatisch. Durch die Automatisierung des gesamten Produktionsprozesses können Fehlerquellen innerhalb der Produktion vermieden und Zeit und Material eingespart werden.

Einfache Steuerung und Produktion von Etiketten mit nur einem System

Digilabel verarbeitet die Produktionsdaten aus den verschiedensten Management-Informations-systemen (MIS), die über Schnittstellen einfach an das System angeschlossen werden können. Im ersten Produktionsschritt werden die Artworks importiert, automatisch optimiert und normalisiert. Durch diesen Schritt wird die Qualität der Eingangsdaten derart verbessert, dass ein reibungsloser und fehlerfreier Druck gewährleistet ist. Neben Preflight und Normalisierung zählen hierzu auch Anpassungsarbeiten, die bislang manuell erledigt werden mussten, wie Zuschneiden auf Stanzformen, weiße Masken und Lackmasken erstellen oder Beschnitt erweitern. Für komplexe Änderungen am Artwork mit mehreren hintereinander ablaufenden Anpassungen, wie z.B. alle Ecken abrunden, Bilder auf 300 dpi hochskalieren und anschließend Weißmaske erstellen, können komplexe individuelle Produktionslinien erstellt werden. Diese können direkt aus Digilabel ausgeführt werden und bearbeiten die PDF-Datei des Kunden automatisch nach. Kleinere Anpassungsarbeiten, wie z.B. minimale Abweichungen der Stanzformgröße aufgrund unterschiedlicher Interpretation des Linienmittelpunktes, kann der Grafiker bei seinem Arbeitsschritt durch die intelligente Größenanpassung mit nur einem Mausklick direkt in Digilabel korrigieren. Insofern eine manuelle Bearbeitung, z.B. aufgrund einer Last-Minute-Änderung durch den Kunden, von Nöten ist, sind PDF-Bearbeitungstools wie Solvero Access oder beliebige 3rd Party PDF-Bearbeitungstools direkt aus der Weboberfläche heraus an Digilabel angebunden. All diese Korrekturwerkzeuge, die direkt aus dem Programm ablaufen, beschleunigen den Workflow. Durch die Ausführung der Tools über Digilabel werden alle Bearbeitungsschritte dokumentiert und können bei Fragen oder Kundenreklamationen eingesehen werden.

Um die Kommunikation mit dem Kunden zu vereinfachen, wird am Ende des Prozesses automatisch ein flexibles Freigabe-PDF erzeugt. Sämtliche Bestellinformationen des Systems, wie z.B. Vorschau des Etiketts oder Digilabel-Bearbeiter, werden für die Erstellung zur Verfügung gestellt und können je nach Bedarf im Freigabe-PDF ausgegeben werden. Zudem können die OneVision PDF Tools zur dynamischen Erstellung von Vorschaudaten, wie z.B. Gegenüberstellung Druckbild und Heißfolie, genutzt werden, um zu prüfen, ob die verschiedenen Verarbeitungsschritte exakt zueinander passen und übereinander liegen. Somit können Fehler frühzeitig erkannt, beseitigt und vermieden werden, was die Kundenzufriedenheit steigert und Zeit- und Kosteneinsparungen mit sich bringt.

Marken zur automatischen Systemsteuerung

Ein weiteres neues Feature, das die Produktion erheblich vereinfacht, ist die dynamische Markenerstellung. Pro Maschine können vom Etikettendrucker individuelle Marken definiert werden. Wenn ein bestimmter Produktionsworkflow in den Auftragsdaten definiert ist, werden automatisch die entsprechenden Marken in den jeweiligen Auftrag eingebunden. Durch freie Programmierung können neben den herkömmlichen Steuerungsinformationen, auch Abhängigkeiten durch Marken aufgelöst werden. Ein Beispiel aus der Praxis veranschaulicht dies: Passermarken sollen nur dann erzeugt werden, wenn im weiteren Produktionsablauf eine Folie aufgebracht wird. Zudem ermöglicht es die neue Herangehensweise auch komplexere Entscheidungen, die bislang in mühseliger Handarbeit manuell erledigt werden mussten, automatisch zu erzeugen. So kann z.B. ein Farbbalken mit den jeweiligen Farben des Etikettes automatisch neben das Etikett gedruckt werden, so dass die Farbmessung für die Qualitätsprüfung nach dem Druck ohne großen zusätzlichen Aufwand vorgenommen werden kann, da alle erforderlichen Daten bereits automatisch erstellt wurden. Durch die freie Programmierung, kann jeder Etikettendrucker das Tool an seine Bedürfnisse anpassen und den Workflow flexibel gestalten. 

Veredelungsprozess als neuer Bestandteil

Mit der neuen Version 17.1 kann die die Software vom Druckexperten OneVision nun den gesamten Produktionsprozess abbilden, da nun auch Veredelungsmaschinen in Digilabel definiert werden können. Sobald ein Label mit Heiß- oder Kaltfolie, Prägung oder Lack veredelt werden soll, werden diese Informationen aus den Auftragsdaten heraus gelesen. Veredelungsschmuckfarben werden in der Etiketten-Software  definiert und normalisiert, so dass das System diese automatisch erkennt. Auf dieser Basis werden anschließend automatisch die nötigen Formen für die Produktion erstellt. Über Marken werden diese Informationen wiederum als Steuerungsinformation an die Veredelungsmaschinen weiter gegeben und können problemlos produziert werden.  Mit der speziellen Markenfunktion für Veredelungsmaschinen können z.B. auch Bohrlöcher unter Beachtung der minimalen Formgröße erstellt und hinzugefügt werden.

An den Druck- und Veredelungsprozess schließen sich die Stanzmaschinen und Lasercutter an. Die Lasercutter-Unterstützung wurde vor allem im Bereich der kundenübergreifenden Aufträge mit minimalen Auflagenzahlen optimiert. So kann die Art der Optimierung bei der Sammelformerstellung nun nach verschiedensten Kriterien, wie z.B. optimale Papierausnutzung oder minimale Überschussproduktion, gewählt werden. Auf Basis dieser Einstellung erhält der Etikettendrucker verschiedene Vorschläge, welche Sammelform-Kombinationen möglich sind. Er kann dann manuell entscheiden, welche tatsächlich verwendet und gedruckt werden soll. Dies ermöglicht es jedem Etikettendrucker sein eigenes Optimierungspotenzial zu nutzen. Im Anschluss an diesen Schritt werden automatisch die Laser-Steuerdateien mit den relevanten Informationen wie Schnittform, Stückzahl oder Schnitttiefe erstellt, wodurch der Automationsgrad weiter gesteigert werden kann.

Die Software für den Etikettendruck ist jedoch nicht nur auf den Bearbeitungsprozess mit Lasercuttern ausgerichtet, sondern kann ebenso mit Stanzblechen verwendet werden. Bei der Zusammensetzung von Stanzblechen kann der Etikettendrucker im Hinblick auf Produktionsmenge, Farbverwendung, Formwechsel oder geforderte Rollenlänge die Erstellung planen, um ein möglichst hohe Einsparungen zu erzielen. Alle bereits produzierten Stanzbleche werden in einem Archiv gespeichert, um eine einfache und schnelle Nachproduktion zu ermöglichen. Ein weiterer Vorteil der Archivierung ist, dass Digilabel bei neuen Produktionen automatisch überprüft, ob eine solche Stanzform bereits produziert wurde, so dass man die Kosten für eine Neuproduktion der Stanzform einsparen kann.

Ein Workflow-Management-System für alle Benutzer

Um den Workflow im Etikettendruck möglichst effizient und automatisch zu gestalten, greift OneVision auf die bewährte Workflow-Management-Technologie des Unternehmens zurück. In einer einheitlichen Oberfläche können alle Mitarbeiter die gesamten Produktionsschritte vom Auftragseingang bis zur tatsächlichen Produktion überwachen. Je nach Zuständigkeit werden ihnen Aufgaben zugewiesen. Hierdurch gewährleistet Digilabel eine maximale Transparenz vom Auftragseingang bis zum Druck und sorgt für eine zuverlässige Produktion. Das Job-Workflow-System wurde in der neuen Software weiter vereinfacht, indem der Job-Workflow nun auf die jeweilige Arbeitsweise des Unternehmens angepasst werden kann. Je nach Unternehmensgröße kann der Benutzer entscheiden wie die Aufgabenberechtigungen verteilt werden. Bei großen Unternehmen mit spezialisierten Abteilungen können diese abteilungsgetrieben verteilt werden, während bei kleineren Unternehmen bei denen ein Mitarbeiter abteilungsübergreifende Aufgaben erledigt, jobgetrieben verteilt werden. Dies sorgt für eine bessere Übersichtlichkeit über die eigenen Aufgaben. Um die Abstimmung zwischen den einzelnen Benutzern zu verbessern, können sich diese nun direkt in Digilabel Nachrichten zukommen lassen. So wird eine reibungslose Produktion ohne Zeitverlust ermöglicht.

Bei Digilabel handelt es sich um eine Intranet-Lösung für Standard-Webbrowser, die schnell und einfach installiert werden und an bestehende Digitaldruck-, Stanz- und Lasercutmaschinen angebunden werden kann. Vor allem Digitaldrucker, die selbstklebende Etiketten auf Rolle mit kleinen Auflagen produzieren, können von der Software profitieren, da viele Aufträge in der Sammelproduktion – auch kundenübergreifend – zusammengefasst werden können. Ziel von Onevision ist es, mit der ständigen Weiterentwicklung der Software-Lösung die Herausforderungen der Etikettendrucker frühzeitig zu erkennen und zu lösen.

Etiketten-Labels 4-2017, August

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Infografik über den Produktionsprozess mit Digilabel

Bild 1: Infografik über den Produktionsprozess mit Digilabel

Auswahlmöglichkeit von verschiedenen Sammelformen

Bild 2: Auswahlmöglichkeit von verschiedenen Sammelformen

Digilabel erstellt automatisch Marken, Barcodes und Bohrlöcher

Bild 3: Digilabel erstellt automatisch Marken, Barcodes und Bohrlöcher

Digilabel eignet sich vor allem für die Produktion von selbstklebenden Etiketten auf Rolle

Bild 4: Digilabel eignet sich vor allem für die Produktion von selbstklebenden Etiketten auf Rolle